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Mozambique

Reisebericht Mozambique und Südafrika Sabi Sand

Angeregt durch unseren Mozambique Urlaub im Feber/März 2008 und den vielen Walhaien (9 Stück beim Schnorcheltrip) und den vielen Storys über Buckelwale die sich im August vor der Küste aufhalten sollen entschlossen wir uns zu einem Kombi Paket im August 2009: Zavora (südlich von Tofo in Mozambique) und Sabi Sand in einem Privat Resort angeschlossen an den Krüger Park.

Im August ging’s über Frankfurt und Johannesburg nach Inhambane wo wir von Rob von den Zavora Divers bereits erwartet wurden. Einreise dauert etwas da die Beamten bei der Hitze keine Hektik entwickeln, kostet rund 25 US $  es ist gut wenn man kleine Scheine dabei hat sonst muß man hinten anstehen bis genug Wechselgeld zusammen ist.

Der Weg nach Zavora dauert ca. 2 Stunden vom Flughafen und geht das letzte Stück zur Küste über eine Sandpiste die ich bei Regen lieber nicht befahren möchte.

Das „Resort“ in Zavora ist sehr einfach gehalten – es gibt 2 Bungalows die direkt über der Küste stehen, die anderen sind weiter ins Landesinnere gerichtet – zu unserer Zeit waren die an Küste gelegenen die wesentlich besseren Unterkünfte. An sich ist Zavora eine Fischerlodge für Südafrikaner die am Wochenende mit eigenen Booten aufkreuzen, zusätzlich wurde das Tauchen entdeckt und viele Riffe sind noch ganz unbekannt. Die Buckelwale sind der Magnet da sie sich in der Bucht von Zavora gern aufhalten und nicht einfach "ziehen" sondern auch mal eine Ruhephase einlegen.

Das Hauptgebäude besteht aus einem Restaurant und einer offenen Tauchbasis. Die Küche ist einfach aber OK nach 1 Woche wird’s sehr eintönig wir haben uns nach Durchtesten der Karte dann hauptsächlich von Steaks und Kartoffeln ernährt.

Sonderwünsche werden nach Möglichkeit erfüllt, auch vegetarisch.

Die Tauchausfahrten beginnen wetterabhängig gegen 8 Uhr morgens, es werden hauptsächlich double tanks gemacht mit einer Stunde Oberflächenpause an Bord, Sonnencreme und Hut nicht vergessen die Zodiacs haben kein Dach, man ist der Sonne also schutzlos ausgeliefert. Man ist gegen 14 – 14.30 wieder im Resort und sollte genügend Lesestoff dabeihaben sonst wird es langweilig denn außer spazieren gehen oder eine Runde Pool Billard zu spielen gibt es nicht viel zu tun.

Getaucht wird von großen Zodiacs mit 2 X 90 PS mit denen es vom Strand weg durch die Brandung geht, etwas gemildert durch ein kleines Riff das im rechten Winkel zur Küste liegt und die Wellen etwas bremst in Tofo geht’s über die Wellen und das kann ganz schön heftig werden. Gelandet wird mit full speed auf den Strand aufgelaufen auch hier heißt es gut festhalten.

Es gibt im Prinzip 2 Arten von „Riffen“ einmal Außenriffe die nach ca. 45 Minuten Fahrt erreicht werden und mit dem GPS lokalisiert werden, Tauchtiefe bis zum Riff ca. 25 Meter, Korallen a la Rotes Meer gibt es nicht, hier geht’s um Großfische.

Die Innenriffe liegen auf ca 15 meter und sind echt nicht der Renner, zusätzlich gibt es noch ein Wrack allerdings tief (45 Meter) das nur für Tech Diver zugelassen ist.

In Zavora gibt es alle möglichen Arten von Haien, Mantas, Zackenbarsche und allerlei Kleingetier wie Frogfische, Rotfeuerfische usw.

Im August sind eben die Buckelwale in der Gegend man kann mit den Tieren schnorcheln, in Tofo (100 km weiter) ist das absolut verboten.

Wir haben sehr viele Buckelwale über Wasser gesehen, zum Schnorcheln sind wir nicht viel gekommen da die Sicht durch Plankton aus dem Mozambique Channel über Nacht auf de facto Null gefallen ist.

Eine abschließende Beurteilung der Tauchplätze ist mir so nicht möglich – aufgrund der extrem vielen „Solo“ Schiffshalter ist das Vorhandensein von Haien sehr wahrscheinlich. Eins muss klar sein – Zavora ist ein Alles oder Nichts Ziel entweder es ist Top oder Mist viel dazwischen gibt es nicht wirklich.

 

Wassertemeraturen um die 20 Grad erfordern mindestens 5mm Anzüge besser 7mm halbtrocken - mit dem 5er war uns echt kalt. Ausrüstung am besten mitbringen zu kaufen gibt es in der Gegend gar nichts. Unser Klamottenkoffer war verschollen und kam 4 Tage später Gottseidank war unsere Ausrüstung da so  mussten wir am Weg nach Zavora nur ein paar T Shirts kaufen, Bikini oder Badehose war nicht zu kriegen was zu einigen heiteren Situationen an der Basis beim An und Ausziehen führte.

taucher3
grüne suppe

Wir waren froh nach einer Woche Zavora nach Tofo aufbrechen zu können. Marcus Trerup (Mucki) holte uns ab und verfrachtete uns in unsere Unterkünfte.

Meine Frau und ich hatten uns für die Aquatico Lodge entschieden – sehr einfach aber direkt neben der Tauchbasis Tofo Scuba und damit logistisch gut, Frühstück gibt es an der Basis Abendessen im Ort nach 10 min Fußmarsch.

Wer es etwas luxuriöser mag hat im Ort (Tofo) einige Möglichkeiten, muß dafür zum Tauchen abgeholt werden und meist zu Fuß zur Unterkunft zurücklaufen.

 

Im August ist Tofo sehr ruhig, die Hauptwalhaisaison ist im Frühjahr, nichtsdestotrotz haben wir mehrere dieser wunderbaren Tiere gesehen, das Mantareef – einer der Top Tauchplätze - war enttäuschend kein einziger Manta zu sehen.

Mantas waren dann aber doch an einigen der anderen Tauchplätze zu sehen.

Buckelwale gibt es auch aber nicht für Geld und gute Worte durften wir ins Wasser. „versehentliches“ über Bord fallen wurde mit der Androhung eines Tauchverbotes geahndet.

Am nächsten Tag - HIGHLIGHT ein Buckelwal zieht beim Austauchen auf 5 Meter an uns vorbei 20 sec lang, dann war er nicht mehr zu sehen. Muß wohl auch für die Tauchguides etwas Besonderes sein da alle völlig aus dem Häuschen waren.

 

Diese Erlebnis war so toll daß wir unbedingt Buckelwale unter Wasser erleben wollten.

Nachstehend einige Impressionen von unserem Buckelwaltrip zu den Silverbanks in der Dom.Rep. die wir spontan beschlossen hatten um diese wunderbaren Tiere doch noch vor die Brille und die Linse zu kriegen

 

 

Die Sicht war in Tofo wesentlich besser und so gab es das übliche „Programm“ Mantas, Walhaie und einige wenige Haie (Bullenhaie), die aber sehr scheu sind, Tofo ist allerdings auch kein Haiziel.

Korallenriffe im klassichem Sinne gibt es auch hier nicht, Rotfeuerfische, Frogfische, Makrelenschwärme aber sehr wohl, auch einige Nacktschnecken krabbeln herum aber dafür sollte man besser woanders hin gehen.

karte krüger park
Karte Krüger Park

Nach einer weiteren Woche ging es von Inhambane über Maputo und von da mit dem Jeep 6 Stunden nach Südafrika – Krüger Park Westseite in ein Private Game Resort namens Sabi Sand und da in die Exeter Dulini Lodge.

Im August ist die schlechteste Zeit für die Tiere - es ist Winter und es gibt wenig Wasser und alle Bäume sind kahl - dafür die beste Zeit für uns Touris da sich alles an den (zum teil künstlich gefüllten) Wasserlöchern drängt und daher gut zu beobachten ist.

Wir kamen abends kurz bevor die Tore schließen an (Tore ja die gibt es überall - Krüger Park ist „nur“ ein überdimensionaler Zoo) und wurden sehr herzlich mit einem wunderbarem Abendessen empfangen.

 Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr mit dem offenen Jeep zu sechst + Ranger + Driver los. Dicke Fleecejacken sind zu empfehlen es ist richtig kalt und nebelig.

Die Ranger wissen recht genau wo sich welche Tiere aufhalten und sind zudem durch Funk miteinander verbunden so ist zumindest gewährleistet daß nicht alle Jeeps beim selben Löwenrudel eintreffen.das ganze Game Resort ist großflächig durch Sandpisten in Qadrate eingeteilt und auf diesen Pisten sehen die Ranger die Spuren der Tiere und können sagen in welche Richtung sie ziehen.

Relativ rasch wurden Löwenspuren gefunden und hinter dem nächsten Busch lag das ganze Rudel faul herum – nach dem blutigem Maul zu schließen hatte man ein üppiges Frühstück und Zeit für andere Dinge.

Der Vorteil der Privatparks ist zudem dass man von den Sandpisten herunter darf und somit bis zum Baum auf dem der Gepard liegt fahren kann – im Krüger Park darf man das nicht und kann somit das Pech haben ein Löwenrudel zu sehen aber 3 Kilometer weg.

 

Wir konnten in den 4 Tagen vor Ort alles Big Five und noch viele andere Tiere bewundern – ich lasse hier Bilder sprechen

Für Fotografen: Das 300 er Tele mit 1,4 mm Zwischenring hatte ich dabei – teilweise waren die Tiere so nahe daß ich die Nase abbilden konnte.

Am besten sind 2 Kameras eine mit Telezoom 28-300 mm und eine mit dem Supertele bestücken so ist man allen Situationen gewachsen da man ja ohnehin im Jeep hockt ist der Transport nicht das Thema.

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben würde ich noch für den Partner/die Partnerin eine Kamera mit Videomöglichkeit empfehlen um so manche Diashow etwas lebendiger zu gestalten.

Unterwasser – so weitwinkelig wie möglich um die Buckelwale und Walhaie auf den Chip zu bannen.

Ich fotografiere mit Canon 5D Mark II im Subal Gehäuse mit Subtronic & Sea&Sea Blitzen An der Oberfläche sowieso ohne Blitze, Verschraubung für Blitzbuchsen nicht vergessen!, es macht keinen Spaß das ganze Gerödel schnorchelnd zu schieben.

Objektive: 12-24 mm Sigma WW Zoom bzw. 15 mm Canon Fisheye

Lampen sind bis auf kleine Handlampen unnötig, Nachttauchgänge gibt es weder in Zavora noch in Tofo – da muß man nach Pomene (weiter nördlich)

Gebucht haben wir über Waltraud Binanzer waltraud@dietaucher.com die Betreuung vor Ort hatte „Mucki“ Marcus Trerup contact@travel2mozambique.com

Weitere Infos gern unter wp@emotion-and-style.com

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