franz. Polynesien
Polynesien mit Pacific Travel House und Peter Schneider
angeregt von der Ankündigung: "Entdecken Sie das Unerwartete: Tauchexpedition mit Peter Schneider" gingen wir im Oktober 2010 mit nach Polynesien.
Die Stationen waren Moorea, Rangiroa, Fakarava Süd und Nord.
Generelles:
Flüge gehen über Los Angeles und weiter nach Papete auf Tahiti. Man kann auch "von der anderen Seite" kommend, über Japan oder Australien anreisen. Der schnellste Weg für Europa ist jedoch über LA. Das einreisen nach Amiland funktionierte diesmal recht problemlos, lediglich am Rückflug dauerte es ca. eine 1/2 Std. um das Gepäck durchzuchecken da es ja Transit weder für Passagiere noch für Gepäck gibt.
Die Flugzeit beträgt rund 12 Std nach LA und nochmals weitere 8 1/2 Std nach Papeete man kommt abends in Tahiti an und bleibt am besten (wenn es am nächsten Tag weitergeht) im Airportmotel Tahiti - da kann man je nach Gepäck auch hinlaufen, Taxi kostet 1500 (Pazifische Francs (Wechselkurs 1000 Franc 8,38 €)
Allzu viel von Land und Leuten haben wir nicht gesehen da wir ja zum Tauchen da waren und das Programm recht straff organisiert war.
Moorea: (3 Tage)
Gewohnt haben wir im Hotel Hibiscus das 300m von den Moorea Fun Divern entfernt ist, das Hotel ist nur bedingt zu empfehlen wenn man Wert auf Komfort legt, dieser ist in Polynesien allerdings überzogen teuer. Das Essen im Restaurant im Hibiscus war einfach und geschmacklos, das Thunfisch carpaccio noch "semifreddo", der Service lustlos und nicht wirklich kundenorientiert, ev. liegt es daran dass das Hotel verkauft werden soll. In der Nähe gibt es einige kleine Restaurants für ein Abendessen mit Fisch und etwas Bier muss man mit gut 40 € pro Person rechnen, Fleisch ist noch teurer da es aus Neuseeland importiert wird.
Die Fun divers Cathy und Greg sind absolut OK, sehr freundlich und es klappt alles sowohl an Bord als auch an der Basis, man fühlt sich fast als Familienmitglied. Wir waren da wegen der Lemonsharks die mit Thunfischköpfen gelockt werden, in unserem Fall hatte die Paarungszeit 4 Wochen zu früh begonnen und da treiben sich die Tiere auf 80 Meter rum sodass sich nur ein Weibchen für den Fisch interessierte. Wir hatten nur 2 TG mit Greg und 1 Tag whalewhatching, sodass ich über die Tauchplätze nicht mehr sagen kann.
Buckelwale halten sich bis Ende Oktober um Moorea auf, es wird mit Hartschalenbooten (überdacht) nach den Tieren gesucht und geschnorchelt, dabei kann es passieren dass mehrere Boote da sind und 20-30 Leute hinter den Tieren herpaddeln, nach einiger Zeit wenn den meisten die Puste ausgeht kommt man noch zu schönen Bildern, die Sicht war genial bei ca. 40 Metern - für mich besser als die Silverbanks.
Am nächsten Tag ging es mit einem 40 Minuten Inlandflug nach Rangiroa wo wir am "Airport" angeholt wurden.
Rangiroa: (5 Nächte)
Wir waren in der Pension Tuanake, ebenfalls sehr einfach gehalten, Bambusgeflecht als Wände und Schilf bzw.Blech als Dach, Frühstück Baguette und Marmelade(immer), das Dreieckskäslein bekam die Hauskatze die das mit Schnurren und Schmeicheln quittierte.
Abendessen waren wir immer auswärts, so dass ich über das Menü des Hauses nichts sagen kann - es gibt immer nur eines - also es schmeckt oder man bleibt hungrig. Empfehlenswert sind jedenfalls die Lokale "Obelix" und bei "Mario", die auch Transport anbieten, soll heißen, man kann sich abholen lassen und wird auch zurück gebracht. Der uns empfohlene Lagoon Grill war absolut daneben und das Essen kalt und ungenießbar.
Besser würde uns als Unterkunft das Raira Lagoon gefallen wo wir auch zum Mittagssnack waren, sieht nett aus, es gibt Liegen am Strand usw.
Die Tauchbasis Top Divers ist sehr, sehr gut, Nitrox for free, die Diveguides lassen einen recht selbständig tauchen und halten sich auch mit Unterwassergeräuschen auffällig zurück.
Tauchgänge finden hautsächlich an 2 Pässen bei einlaufender Strömung statt am Tiputa pass gab's Delphine extrem nah, einen jungen Tigerhai mit schönen Streifen, einen großen Hammerhai allerdings weit weg, Fischsuppe pur, Hartkorallen wunderschön und Grauhaie überall.
Von der Tauchbasis wird man abgeholt und zur Pension gebracht, wir machten auch noch zusätzlich jeden Nachmittag einen dritten gemütlichen Tauchgang am Passeingang wo allerdings die Sicht bedingt durch den Sand aus der Lagune nicht so toll ist wie am Morgen.
Fakarvara Süd : (4 Nächte)
Man wird am Flughafen abgeholt und fährt ca. 2 Stunden über die Lagune, kann auch ganz schön nass werden! Absolutes Megageniales Hailight! die Pension Tetamanu ist seeeeeeeeeeeeehr einfach mit wenig (kaltem) Wasser und löchrigem Moskitonetz - die Viecher gibts reichlich und brauchen Futter, das alles wird wettgemacht durch die herzliche Chefin Annabelle und ihren Mann Sane und die genialen Tauchgänge mit hunderten Grauhaien.
Hier ist die Taucherwelt absolut noch in Ordnung! Mann fährt mit dem Boot 2 Minuten vor den Pass und taucht dann ca. 1 Stunde lang zur Basis zurück und klettert direkt davor aus dem Wasser, empfangen und begleitet von Blacktips und einem großen Napoleon der wie ein Haushund in der Lagune rumpaddelt. Es gibt 15 Liter Flaschen, allerdings mit Pressluft, die meisten Tauchgänge auf 30-40 Meter Tiefe und 15 Minuten Deko.
Aufgepasst, muss man entweder Rescue oder CMAS ** haben, sonst ist die Tauchtiefe konsequent auf 30 Meter Schluss und das ist ärgerlich wenn auf 40m die Haie sind und der Hammerhai vorbeizieht .
Am Nachmittag wird nicht mehr getaucht, macht aufgrund der Strömung wenig Sinn, Nachttauchgänge sind ebenfalls nicht üblich, wir haben einen Sunset gemacht, der war nicht so prickelnd. Man kann dann ein wenig die Insel erkunden es gibt ein verlassenes Dorf und ein paar recht fotogene alte Gebäude, so zb. die erste Kirche auf den Tuamotus.
Fakarva Nord: (2 Nächte)
Untergebracht in der Tokerau Village mit 4 Bungalows, fast schon Luxus mit Glastüren und warmen Wasser, die Chefin kocht persönlich, sehr lecker und ausreichend, hat uns sogar noch Rotwein besorgt, absolut empfehlenswert.
Wir waren wieder bei top Dive - es gilt das Gleiche wie in Rangiroa: top Boote Tauchguide super OK, wir waren an Vollmond da und es war eine Mörderströmung, sodass ich einmal die Kamera an Bord lies - eine sehr richtige Entscheidung, da es richtig zog, halten konnte man sich nur in "ali babas cave" einer Senke im Riff wo auch alle fische drin waren, zu guter Letzt zog noch ein Hammerhai vorbei.
Eine Perlenzucht haben wir uns auch noch angesehen und ein paar Mitbringsel eingekauft - vergleichen lohnt sich allemal, die Preisunterschiede sind schon beträchtlich
Fazit: Ein nicht wirklich günstiges Top Ziel, auf unserer Wunschliste steht es immer noch ganz oben, wir würden und werden nochmal hingehen. Zeitverschiebung 12 Stunden, nach dem Urlaub konnten wir viele Leute verblüffen nachdem unsere Mails zwischen 3 und 4 Uhr morgens verschickt wurden, der Jetlag dauerte eine Woche.
Echtes Glück hatten wir noch mit den anderen Reiseteilnehmern - eine so angenehme Truppe trifft man selten spontan
Danke an Euch alle
Die "Reiseleitung" von Peter Schneider hätte es nicht gebraucht, da alles von den Basen bzw. Pensionen ebenso gut organisiert wurde.
gebucht haben wir (wie fast immer) über Waltraud Binanzer als "sub" Pacific Travel House in München Bilder gibt es auf unserer Homepage unter http://www.emotion-and-style.com/index.php/franz-polynesien-68.html
Bei Fragen gern WP@emotion-and-style.com
































