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Haltung und Pflege

 
Alpakas sind einfach zu halten und sehr zäh sie sind relativ einfach im Umgang und brauchen keine besondere Pflege - so hört man das von fast jedem Züchter bzw. Verkäufer.  Die Wirklichkeit stellt sich für uns nach nunmehr einem Jahr Alpacas doch etwas anders dar. Die Tiere haben genauso ihre Probleme wie andere Tiere auch sind empfindlich auf Futter (schlechtes Heu, zuviel Kraftfutter) können Frühgeburten bekommen, recht leicht auch Aborte erleiden und als Supergau eine Darmverschlingung, sie hat es trotz Operation nicht geschafft . Alles als Bilanz des ersten Alpacajahres!

Einmal jährlich mit Beginn der warmen Jahreszeit wird geschoren. Regelmäßiges Entwurmen, Impfen und Beschneiden der Zehennägel ist selbstverständlich.

Eine Haltung im Offenstall ist ganzjährig möglich. Da Alpakas sich unter harten Bedingungen entwickelt haben, verwerten sie ihre Nahrung besser als andere domestizierte Arten. Ihre Hauptnahrung besteht aus Gras und Heu.  Füttern mit Zucker,Obst,Karotten und ähnlichem muss vermieden werden, wir haben auch große Schilder am Zaun montiert um vorbeikommende Spaziergänger die die "lieben Tiere" gern füttern darauf hinzuweisen. Da die Alpakas zu den Schwielensohlern gehören, wird die Grasnarbe bei entsprechender Weidehaltung nicht zerstört.

Alpakas werden als landwirtschaftliche Nutztiere eingestuft und brauchen somit keine extra Genehmigung in Bezug auf die Haltung. Pro Hektar können ca. zehn Alpakas gehalten werden.

Alpakas brauchen keine spezielle Einzäunung, hier reicht ein 1,40 m hoher Zaun. Für Hengste sollten es 1,80 m sein, insbesondere wenn die Stuten direkt daneben sind.
 
Verhaltensweisen wie das Anlegen von gemeinsamen Kotplätzen erleichtern die Haltung der Tiere wesentlich. Im Auslauf reichen einige wenige Orte, im Stall oder Unterstand kommen Alpakas in der Regel mit einem einzigen Kotplatz aus. Das heißt Stall und Weide sind mit geringem Aufwand sauber zu halten.
Alpakas sind Schwielensohler. Im Vergleich zu Kühen, Pferden oder Schafen beschädigen sie nicht den Boden auf dem sie sich bewegen. Da sie zusätzlich bei der Nahrungsaufnahme nicht rupfen, sondern die Spitzen gezielt abgrasen, sind sie ausgezeichnete Landschaftspfleger.Und - nicht zu verachten - der Alpakamist ist ein hervorragender Dünger!


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