Raja Ampat
Mit der Areniu von Ambon nach Sorong
Am 14.12 gingen wir nach einem langen Flug mit 7 Stunden Wartezeit in Jakarta und extrem engem Sitzabstand in der Lion Air in Ambon endlich an Bord der Arenui. Die Arenui ist ein Boutique Liveaboard Pinshi Schoner, welcher in Komodo und Raja Ampat kreuzt.
Wir waren ziemlich die ersten Gäste, der Rest trudelte im Laufe des Tages ein, also genug Zeit das Schiff zu erkunden und die Ausrüstung ohne Stress zusammen zu bauen.
Die Arenui ist ein wunderschönes Holzschiff mit individuell gestalteten und benamten Kabinen. Wir wohnten in "Ganesh" am Oberdeck, dort befinden sich 2 Master Kabinen und 2 Kabinen mit Einzelbetten. Die Arenui ist aus Altholz gebaut, daher läßt man am besten die Klimaanlage zur Lüftung an. Bei Wellengang muss man sich darauf einstellen, dass es Knarrgeräusche geben kann, es ist ein Holzschiff und dieses arbeitet entsprechend. Falls man partout nicht schlafen kann, bietet auch das Sonnendeck genügend Platz.
Der Salon ist sehr großzügig gestaltet, sowohl zum Essen als auch zum Lesen gibt es gemütliche Sitzecken.
Platz ist wirklich ausreichend vorhanden, auch die Kameras werden im Salon im Schatten gelagert, allerdings ist das Licht an den Kameratischen etwas zu schummrig man muss gut beim Säubern der O Ringe achtgeben und gegeben falls bei Tageslicht nochmals kontrollieren. Wer möchte kann direkt vor Ort am PC seine Filme schneiden.
Der Service an Bord ist absolut TOP. Die Ausrüstung wird zusammengebaut und muss nur noch kontrolliert werden. Die Kameras werden gespült und trockengeblasen, die Tauchanzüge gespült und aufgehängt. Nach jedem Tauchgang bekommt man ein vorgewärmtes Handtuch und nach Nachttauchgängen ein heißes Feuchttuch und Hot Chocolade.
5 Mahlzeiten am Tag machen klar: ein Diätschiff ist die Arenui wirklich nicht, von indonesisch bis international ist alles machbar und schmeckt durchwegs sehr lecker. Softdrinks sind im Preis inbegriffen, Bier kostet 2,5 für Bintang, Weine liegen bei ca 50 US$, die Cocktails fanden wir mit 12 $ einfach zu teuer.
zum Tauchen:
Unsere Route begann in Ambon mit Mucktauchgängen direkt am Liegeplatz der Arenui, Critters und Fetzenfische waren genug vorhanden, unter den ebenfalls vor Anker liegenden Fischerbooten tummelten sich die größten Korallenwelse die ich jemals gesehen habe.
Die Guides kennen ihr Revier und bemühen sich sehr den noch unerfahrenen Tauchern soviel wie möglich zu zeigen.
Nach 3 Tauchgängen in Ambon ging es weiter Richtung Nusa Laut wo ebenfalls 3 TG auf dem Programm standen. Bemerkenswert waren hier, die wunderschönen Fächerkorallen und das völlig intakte Riff im Flachwasserbereich trotz hoher Wassertemperaturen von 29 Grad.
Die Überfahrt nach Banda dauert ca 11 Stunden und wird in der Nacht zurückgelegt. Dies sorgte für eine schlaflose Nacht bei einigen Passagieren im Unterdeck. Da das Schiff etwas rollte und wohl auch knarrte. Wir haben davon nichts mitgekriegt und ließen uns in den Schlaf wiegen.
In Banda sieht man noch viel von den Kämpfen um die Muskatnuss, hier haben sich alle möglichen Kolonialmächte bekriegt und dabei die einheimische Bevölkerung massakriert - ist schon ein beklemmendes Gefühl, wenn man da mit seiner Kamera steht und diese blutigen Schauergeschichten erzählt bekommt.
Tauchen in Banda fand ich nicht prickelnd und den hohen Erwartungen gar nicht entsprechend. Die Sichtweite betrug zumeist zwischen 10 und 15 Metern, das macht das Fotografieren von Weitwinkelmotiven nicht unbedingt einfach. Der Mandarinplatz befindet sich am Jetty des alten Hotels in Banda und ist ganz nett aber nicht mit den Plätzen z.B. in Lembeh vergleichbar. Die Mandarinfische "wohnen" zwischen den Steinen des Jetty und alle 16 Taucher liegen dicht an dicht in einer Reihe und warten auf die Mandarins, in Ruhe ein Bild machen ist eigentlich nicht drin.
Ich persönlich - und es handelt sich ja um einen persönlichen Bericht - hätte Banda gar nicht gebraucht und war schon sehr gespannt auf Palau Koon und Misool. In Palau Koon hat sich das Meer nach dem letzten Vulkanausbruch 1958 den Lebensraum zurückerobert. Die Hartkorallen"wiesen" erinnerten mich an die Anfänge meiner Taucherlaufbahn - wunderschön aber leider kaum Fisch.
In Misool kam ich dann endlich zu meinen Pygmae Seepferdbildern. Ein ca. 5mm großes Seepferd stellt eine echte fotografische Herausforderung dar. Mein erster Wobbegong lag auch sehr fotogen auf einer Tischkoralle und lies sich anfangs nicht wirklich stören. Als dann aber mehrere Fotografen und Filmer um ihn herum waren, wurde es ihm doch zu viel und er verschwand in tiefere Regionen, wieder seine Ruhe genießend.
Das absolute Highlight beim Nachttauchen war mein erster Blue Ring Octopus. In den Fangarmen hielt er eine Garnele und sich auch durch unsere Lampen nicht wirklich stören.
Mit Sicherheit die besten Tauchgänge waren an Manta Sandy. Es versammelten sich 12 Mantas sich um 2 Korallenblöcke (männliche und weibliche Tiere'). Vorteil von Manta Sandy ist die geringe Tiefe von ca 15 Metern, sodaß unser längster Tauchgang hier 100 Minuten dauerte.
Vom nahe gelegenen Resort wurde als Begrenzung für die Taucher eine Reihe von Korallenblöcken in den Sand gelegt und hinter dieser Markierung muss man sich aufhalten um die Mantas nicht von den Putzerstationen zu verjagen. Man ist ca. 10 Meter von den Tieren entfernt. Die Sicht betrug 15-20 Meter. Bildtechnisch tanzte hin und wieder ein Manta über uns hinweg, sodass doch einige brauchbare Bilder entstanden.
Mein persönliches Fazit:
Die Arenui ist mit das beste Tauchschiff auf dem ich bisher war. Die Cruise directors Debbie&Jerry bemühen sich in jeder Hinsicht einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Jerry gibt Fototips und half einigen Gästen sogar bei der Bildbearbeitung.
Raja Ampat ist nett, die Artenvielfalt sehr groß aber wenn man die weite Anreise und die durchwegs mäßigen Sichtweiten in Betracht zieht ist man auf einer Komodo/Lembeh Kombination genauso gut unterwegs. Man sieht ev. weniger Biodiversity aber dafür hat man eben Sichtweite.
Die Sichtweite beträgt nach Auskunft der Guides fast das ganze Jahr um die 15 - 20 Meter in seltenen Glücksfällen mehr und sehr oft auch bedeutend weniger.
mehr Bilder gibt es in der Galerie
Nährere Auskünfte gern via Kontaktformular oder per Mail
-4fe1f8c1.jpg)
-29569b90.jpg)
-9be8ce7a.jpg)
-f8848a0e.jpg)
-0a56632c.jpg)
-76c85a16.jpg)
-2cffb0f0.jpg)
-953060c5.jpg)
-cca5549d.jpg)
-9dcca154.jpg)
-bebc7bb4.jpg)
-275fadc4.jpg)




















-457dbb29.jpg)
-eed507dc.jpg)
-4567d86f.jpg)
-5e3c7920.jpg)
-870114a5.jpg)
-c7bfe31f.jpg)
-9bdff7ca.jpg)
-d1daca72.jpg)
-51148263.jpg)
-bf14979f.jpg)
-73a71f0b.jpg)






-f6ceff73.jpg)
















