Produkte Unser Webshop Alpacas Alpacas vom Aspoltsberg Reiseberichte Unsere Berichte aus aller Welt Fotogalerie PUW Unterwasserfotografie Suchbegriffe:
Artikel-Icon

Südafrika

Das Naturphänomen Sardine Run tritt jährlich - mehr oder minder stark- in den Wintermonaten Juni und Juli vor der südafrikanischen Ostküste auf.

Der kalte Benguela Strom der das ganze Jahr an der Westküste Afrikas entlang fließt und das Tauchen dort zu einer ungemütlichen Sache macht spaltet im Winter unter idealen Voraussetzungen einen Arm ab der sich die Ostküste hochschiebt und dort auf den warmen Aghulasstrom trifft, dabei schiebt sich die kalte Strömung in einem Keil an der Küste entlang und mit ihr die Sardinen gefolgt von den Räubern.

Wie kommt man zum Sardine Run: Am besten über African Watersports (Walter Berndardis) - er hat für die Sardine Zeit Kontingente in der Mbotyi River Lodge gebucht, das sind nach einer Anreise via Joburg nach Durban nochmal ca. 6 Stunden Autofahrt über holprige, immer schlimmer werdende Straßen entlang der Wild Coast Südafrikas. Dort in der Nähe ist der Waterfall Bluff der auch in den meisten National Geographic Dokus vorkommt.

Unterkunft: Die Lodge ist einfach und zweckmäßig, Essen etwas wenig gewürzt aber gut, Weine und sonstige Getränke sind extra aber preislich OK - Flasche Shiraz ca. 8 Euro.

Allerdings sollte man nicht vergessen dass Winter ist und die Temperaturen nachts auf 4 Grad fallen können, in den Zimmern gibt es keine Heizung!  Am besten Superior Bungalow mit Klima (die heizt auch) oder kleinen Heizlüfter mitbringen, ev. auch Heizdecke so im Kleinformat. Die Lodge wird nur in der Sardine Run Zeit von Tauchern besucht daher gibt es auch keine Örtlichkeiten wo Anzüge getrocknet werden könnten - hängen im Zimmer oder am Balkon.

Tauchen: Die Ausfahrten beginnen mit dem Abladen des Bootes und dem Schieben in die Brandung , geschützt durch ein kleines Riff geht's über die Wellen - im Vergleich zu Mozambique - sehr gemütlich. Für jeden ist eine Flasche 12 Liter Stahl an Bord, der Guide und der Bootsfahrer halten Ausschau nach Seevögeln die ins Wasser fallen denn dort sind die Baitballs. Unterstützt und wesentlich erleichtert wird die Sache durch ein Ultralight das von oben natürlich wesentlich mehr sieht (eigentlich notwendig). Wenn ein Baitball gefunden wurde] sieht am an den Vögeln (gannetts) ob der Baitball stabil ist oder sich bewegt -wenn die Vögel schräg eintauchen bewegt sich der Ball tauchen sie senkrecht steht er und man kann ins Wasser. Die Action spielt sich je nach Größe des Balls zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden ab.

Von den Filmen die man im Fernsehen so sieht sollte man sich gleich mal verabschieden, der National Geographic Bericht wurde in 7 Jahren mit mehreren 100 Tauchgängen pro Jahr auf 45 Minuten zusammengeschnitten. Es werden 5 bzw. 10 Tauchtage angeboten, unbedingt die 10 Tage nehmen da immer wieder Leerlauf dazwischen ist - wir hatten 4 Tage TOP, 4 Tage Action aber kleine Baitballs und 2 Tage gar nichts da die Sicht nur 2 Meter betrug.

Unser größter Baitball war riesig, mehrere 10 Meter Durchmesser, von der Oberfläche bis runter auf 22 Meter nur Sardinen - einfach unglaublich. Haie verschiedener Art, 50-100 Delfine im Rudel sausen mit High Speed durch den Ball durch und schlagen sich den Bauch voll, von der Oberfläche hört man die Einschläge der Seevögel die bis zu 10 Meter runter gehen mit 140 km/h die Wasseroberfläche durchschlagen und sich die Sardinen krallen. Wir hatten auch mehrere Bartwale (bryde whales) direkt neben uns.

Wenn die Flasche leer ist gibt es leider keine Zweite, dann wird geschnorchelt , einmal war ich 3 Stunden am Stück im Wasser, die Delfine kommen auf Tuchfühlung ran sind aber nur an den Sardinen interessiert.

Achtgeben muss man um nicht in den Baitball hineinzugeraten, das ist nicht ungefährlich, in unserer Gruppe wurden mehrere Personen von Haien, Delphinen oder auch Walen angerempelt, das  ging nicht ohne blaue Flecken ab. Angst vor Haien sollte man nicht haben die Tiere kommen auf Tuchfühlung ran,sind aber nur an den Sardinen interessiert, Taucher sind bestenfalls im weg. Ich wurde einmal von einem Bartwal einfach angehoben, gottseidank ist außer erhöhtem Adrenalin spiegel  nichts weiter passiert.

Wir haben nach dem Sarine Run noch 3 Tage im Guest House von Walter in Umkomas verbracht um die Reggies und Tigerhaie zu sehen.

Tigerhaie werden angefüttert mit einer Waschmaschinentrommel voller Sardinen - bei uns kamen jedoch keine Tiger da das Wasser zu kalt war aber 40 Blacktip Hochseehaie waren da - auch ein top Erlebnis.

Reggies liegen am Tauchplatz Aliwal Shoal in der Cathedral, auch sonst in vielen Spalten und Höhlen, bei uns waren vielleicht 10 Stück da, wenn man Glück hat drängeln sich 50 Stück in der Cathedral.

Leider hat jeder 2 Hai einen Haken im Maul - das sind die mit Glück gehabt - Südafrika ist offizielles Ausfuhrland für Haifischprodukte Tigerhaie werden (wurden) zu Fischmehl für die Landwirtschaft verarbeitet - echt zum Kotzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Generell muss man Informationen eher holen als man Sie freiwillig kriegt. Ausfahrtzeiten mit dem Boot oder solche Dinge sind zu erfragen, als wir da waren war eine Gruppe mit 10 Personen von ocean geographic da die sehr wohl  hofiert wurden, wir Zwei bekamen einen extra Tisch obwohl wir ja dann mit den anderen am Boot hockten und fühlten uns etwas abgeschlagen. Wenn eine Gruppe zusammenkommt ist die Aufmerksamkeit größer als nur für zwei Personen - sollte nicht so sein ist aber eben so.

Für Fotografen und Filmer: Weitwinkel - so weit wie möglich am besten Fisheye Blitzen nur bedingt möglich Sichtweiten zwischen 2 und 10 Meter daher Schwebeteile ohne Ende, ausserdem interessieren sich die Haie durchaus für das Summen beim Nachladen des Blitzes.

Zum Filmen ist ein WW Vorsatz unabdingbar sonst geht gar nichts ! Was extrem hilfreich wäre ist ein Video Gehäuse an dem man den Weißabgleich einstellen kann - bei unserer JVc Everio war alles mehr oder minder grün - die Canon 5 D machte bessere Videos - allerdings mit dem Fisheye.

Bilder bitte in der Galerie angucken.

gebucht haben wir die Reise über Waltraud Binanzer, weitere Infos gern bei wp@emotion-and-style.com oder al@emotion-and-style.com

Boote als Regale. Im Shop unter Möbel